14.10.2020

Paartherapie: Angst vor der Couch?

Text: Verena Radlinger

„Es passt einfach nicht“: Kommt man in einer Beziehung an diesen Punkt, lohnt es sich vielleicht, professionelle Unterstützung zu suchen. Für viele ist eine Paartherapie noch immer ein Tabuthema, aber eine Paartherapie kann helfen, Missverständnisse zu erkennen und auszuräumen.

Störende Verhaltensweisen des Partners, unterschiedliche Wertvorstellungen, Tatsachen, die man nicht bereit ist zu akzeptieren – in jeder Partnerschaft gibt es diese Momente. Im Laufe des Lebens ändern Menschen fast permanent die eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Diese Veränderungen machen auch vor der Beziehung nicht halt. Statt einem Miteinander wird die Beziehung zu einem Gegeneinander. Höhen und Tiefen sind normal, häufen sich jedoch die negativen Aspekte, wächst die Unzufriedenheit und man grübelt nach, ob die Beziehung es wert ist, fortgeführt zu werden. Wie findet man eine Antwort auf diese Frage?

Viele Faktoren können eine Partnerschaft strapazieren. Um Krisen in der Beziehung gemeinsam zu überstehen, braucht es ein gutes Fundament. Bei einer Paartherapie versucht der Berater aufzudecken, welche Probleme in der Beziehung bestehen. Erörtert wird auch, welche Ziele die Partner verfolgen und ob Probleme überhaupt lösbar sind. Durch eine Analyse der Lebensgeschichten hilft die Therapie, das Verhalten des Partners besser zu verstehen. Für viele ist die Paartherapie nur für die Rettung einer Beziehung da, doch ist sie vielmehr die Unterstützung, sich der eigenen Wünsche und Erwartungen bewusst zu werden und zu lernen, wie man diese äußern kann.

Wichtig ist es auch zu verstehen, welche Ziele die beiden Partner verfolgen und ob die zugrundeliegenden Probleme überhaupt lösbar sind. Es wird herausgearbeitet, ob eine Weiterführung der Beziehung gewünscht, sinnvoll oder möglich ist und falls eine Trennung in Betracht gezogen wird, wie diese vonstattengehen sollte. Denn eine Erfolgsquote einer Paartherapie gibt es leider nicht. Wie eine systemische Paartherapie helfen kann, Konflikte gemeinsam zu bewältigen, das haben wir die Psychotherapeutin Bettina Russold gefragt.

Aber sie kann die Kommunikation zwischen den Partnern fördern und harmonisieren. Durch eine Analyse der Lebensgeschichten hilft sie, das Verhalten des Partners besser zu verstehen. In der Therapie werden die eigenen Wünsche und Erwartungen bewusster und man lernt diese zu äußern. Manche schaffen es, die Probleme gemeinsam zu bewältigen, andere entscheiden sich hingegen für die Trennung.

Viele fragen sich, wie der Ablauf einer Paartherapie ist. Aber jede Beziehung ist individuell und somit auch jede Therapie. Exklusiv in der YOLO Print-Ausgabe vom 9. Oktober berichten Paartherapeuten mit unterschiedlichen Therapieansätzen, wie sie arbeiten und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben.

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